Die 10 seltsamsten Sportarten der Welt

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Auf der ganzen Welt lässt man sich seit jeher verrückte Zeitvertreibe einfallen, um für Unterhaltung zu sorgen. Sport war schon immer ein bedeutender Teil der menschlichen Kultur, wobei viele ursprüngliche Sportarten vor langer Zeit an uns weiter gegeben wurden, um letzlich in neuem Format von uns gespielt zu werden. Wir haben das Glück in einer Zeit zu leben in der viele von uns viel Freizeit genießen, weshalb immer wieder Sportarten neu erfunden oder überarbeitet werden können. Daher wundert es uns nicht, dass in der Welt des Sports die komischsten Dinge zu finden sind. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass alle verrückten Sportarten aus unserer Zeit stammen; viele der verwunderlichsten wurden hingegen schon vor langer Zeit erfunden, bevor die Leute sich den ganzen Tag im Internet unterhalten lassen konnten. Wir haben die 10 verrücktesten Sportarten der Welt für Sie zusammengefasst.

10. Weibertragen (Finnland)

Wenn Sie dachten, die Finnen seine fortschrittlich und strebten die Geschlechtergleichheit an, dann sollten Sie dies noch einmal überdenken. In diesem Land wurde der Sport mit dem Namen „Weibertragen“, auch bekannt als „Weiberrennen“ erfunden. In dieser Sportart findet ein jährlicher Wettkampf statt, bei dem die Männer mit ihren Frauen auf dem Rücken einen Hindernisparcours überwinden müssen. Der Gewinner erhält das Gewicht seiner Frau in Bier ausgezahlt. Der bekannteste Wettkampf ist der in Sonkajärvi, Finnland, wo die Sportart erfunden wurde. Getragen werden die Frauen auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen, von huckepack bis zum estnischen Stil, bei dem die Frauen kopfüber auf dem Rücken des Mannes hängen und ihre Beine über dessen Schultern ragen. Der Sport hat sich bereits in andere Teile der Welt wie in die USA und nach Australien ausgebreitet. Hört sich nach einer großartigen Möglichkeit an, sich die Zeit sinnvoll zu vertreiben!

9. Sepak Takraw (Malaysien)

Sepak Takrwa ist ein Sport, der sich besonders in Malaysien und Thailand großer Beliebtheit erfreut. Zum ersten Mal gespielt wurde der Sport im 15. Jahrhundert und beinahe erreichte er den Status der offiziellen Sportart der Monarchien dieser 2 südostasiatischen Länder. Wörtlich übersetzt bedeutet der Name „Trittball“, das Wort für „Tritt“ ist malaysisch und „Ball“ wurde aus dem Thailändischen übersetzt. Jedoch ähnelt es weniger dem Fußball, sondern eher dem Volleyball. Zwei Teams aus jeweils drei Spielern stehen sich auf zwei Spielfeldern gegenüber, und müssen den Ball über das Netz möglichst auf den Boden des gegnerischen Spielfelds befördern. Der Haken? Die Hände dürfen dabei nicht zum Einsatz kommen. Die Sepak Takraw Spieler dürfen den Ball ausschließlich mit ihren Füßen, den Knien und dem Kinn berühren.

8. Hornussen (Schweiz)

Die Schweizer sind für so einige Dinge bekannt, aber die meisten wissen nicht, dass aus diesem Land auch das sogenannte ‚Hornussen’ kommt. Eine Scheibe, der „Nouss“ wird von einem Angreifer in die Luft geschleudert. Die Spieler des gegnerischen Teams versuchen nun den Nouss mithilfe von Schindeln aus der Luft zu holen. Die Mannschaften bestehen aus 18 Spielern und das Spiel wird in 4 Vierteln ausgetragen. Obwohl Hornussen ein sehr alter Sport ist (die ersten Aufzeichnungen gibt es über ein Spiel von 2 Männern an einem Sonntag im Jahr 1625), wird es erst jetzt außerhalb der Schweiz immer beliebter. Im Jahr 2012 gründete man eine internationale Vereinigung für die Sportart.

7. Buzkashi (Afghanistan)

Dieses Spiel wird zwar in vielen Ländern Zentralasiens gespielt, aber Nationalsportart ist es in Afghanistan. Wortwörtlich übersetzt bedeutet das Spiel „Ziegen schlagen“ auf Türkisch und es besteht aus reitenden Spielern, die versuchen, einen Ziegenkadaver ins Ziel zu bringen. In der Vergangenheit konnten solche Spiele mehrere Tage andauern, aber heute gibt es meist beschränkte Spielzeiten. Die Reiter tragen meist schwere Kleidung und spielen nach dem Gebot der Ehre, was bedeutet, dass man keinen Reiter absichtlich vom Pferd zieht oder ihn schlägt. In Afghanistan wurde das Spiel unter der Herrschaft der Taliban verboten, aber heute wird es wieder gespielt. Meistens finden die Spiele am Freitag statt und ziehen Tausende Schaulustige an die Austragungsstätte. Die besten Reiter werden von wohlhabenden Afghanen gesponsert. Der Sport unterliegt dem afghanischen Olympiasportverband.

6. Kamelrennen (Australien)

Natürlich werden nicht nur in Australien Kamelrennen ausgetragen, aber hier finden 2 der größten Events statt: der Camel Cup, der jährlich in Alice Springs ausgetragen wird und das Boulia Desert Sands in Queensland, das ein Budget von $25.000 verschluckt. Kamele können bei einem Sprint bis zu 65 km/h erreichen und rennen bis zu einer Stunde mit 40 km/h. Kamelrennen sind wie Pferderennen typische Zuschauersportarten, bei denen viel gewettet wird. Die Teilnehmer kommen oft aus dem Mittleren Osten wie Bahrain, Jordan, Qatar und Saudi-Arabien. Neben den veranstalteten Rennen gibt es auch Schönheitswettbewerbe für die Kamele und einen Marktplatz, an dem man die Tiere oder Produkte wie Kamelmilch erwerben kann.

5. Bossaball (Spanien)

Bossaball ist ein wirklich internationaler Sport. Erfunden wurde er von einem Belgier und zum ersten Mal spielte man Bossaball in Spanien. Die Sportart ist eine Mischung aus Fußball, Volleyball, Turnen und brasilianischer Capoeira. Das Feld besteht aus 2 Trampolinen zu beiden Seiten eines Netzes. Einer der Spieler ist er Angreifer, von ihm kommt der Abstoß. Die gegnerische Mannschaft muss nun versuchen, den Ball mit höchstens 5 Kontakten wieder auf die andere Seite zu befördern. Das macht nicht nur riesigen Spaß, es sieht auch grandios aus, da die Spieler echte Kunststücke in der Luft vollführen, während sie auf dem Trampolin auf und ab springen.

4. Ferret-legging (England)

Diese seltsame Sportart kommt aus Yorkshire, England, und wurde ursprünglich von den Minenarbeitern eingeführt. Man bezeichnet das Ganze auch als „Put’em down“ und „Ferret-down-Trousers“, eigentlich geht es jedoch mehr ums Aushalten als um sportliche Aktivitäten, da den Wettbewerbern ein Frettchen in die Hose gesetzt wird und dieses keinen Ausweg mehr hat, weil die Hose am Knöchel abgebunden wird. Wer das Frettchen am längsten in der Hose behält, gewinnt. Der Weltrekord liegt bei ganzen 5 ½ Stunden! Es gibt Vermutungen der Sport stamme aus einer Zeit, in der nur Wohlhabende ein Haustier halten durften und die Armen ihre Frettchen deswegen in den Hosen versteckten. Die Sportart besteht schon seit einer ganzen Weile, wurde jedoch in den 1970ern so richtig beliebt und erlebte eine neue Begeisterungswelle mit einem Wettbewerb in Richard zwischen 2003 und 2009.

3. Kabaddi (Bangladesh)

Kabbadi ist ein Kontaktsport, der Wrestling mit Mannschaftssport verbindet. Während des Wettbewerbs muss ein „Fänger“ über die Mittellinie des Feldes laufen und versuchen einen der gegnerischen Spieler von der Kette zu lösen. Dabei darf er nicht einatmen, bis er wieder auf seiner Seite ist, und muss die ganze Zeit „Kabaddi“ rufen. Schafft man es nicht, einen Spieler vom gegnerischen Team zu sich zu holen, dann gibt es keinen Punkt. Kabaddi ist in vielen Ländern wie Indien, Pakistan, Japan und im Iran sehr beliebt, aber in Bangladesch gilt es als Nationalsport. Profi-Leagues und Pokalwettbewerbe wie der Asia Kabaddi Cup und der Kabaddi World Cup erhöhen weltweit die Aufmerksamkeit für diese Sportart.

2. Capoeira (Brasilien)

Man kennt den Capoeira auch als den Tanz des Krieges, eine brasilianische Kampfsportart, die Tanz, Musik und Akrobatik zu einer spannenden Mischung vereint. In der Selbstverteidigung enthält der Capoeira viele Schwünge und niedrige Bewegungen, aber als bloße Darbietung liegt der Fokus auf der Akrobatik und den geschlagenen Rädern. Capoeira wird immer zu Musik aufgeführt, die den Takt des Tanzes vorgibt. Obwohl der Ursprung umstritten bleibt, weist vieles daraufhin, dass Capoeira in Brasilien von den afrikanischen Sklaven im 19. Jahrhundert entwickelt wurde. Heutzutage ist der Capoeira die Inspiration für viele Kampfsportszenen in Filmen und TV-Shows. Es gibt sogar Diskussionen darüber, inwieweit der Capoeira das Breakdancing beeinflusst hat.

1. Yukigassen (Japan)

Diesen Sport werden viele Kinder mit Sicherheit ganz toll finden: eine riesige Schneeballschlacht. Denn das ist Yukigassen im Großen und Ganzen. Ihren Ursprung hat die Sportart in Hokkaido, Japan, und ihre Bezeichnung bedeutet wortwörtlich übersetzt „Schneeschlacht.“ Yukigassen wird mit zwei Mannschaften à sieben Spieler gespielt. Wird ein Spieler vom Schneeball getroffen, scheidet er von der Partie aus. Auf die Sicherheit wird dabei großen Wert gelegt. Die Spieler tragen besondere Helme mit Gesichtsschutz. Vor der Partie werden ganze 90 Schneebälle geformt. Sobald die Spieler das Feld betreten, beginnt der Spaß! Wettbewerbe werden in Finnland, Norwegen, Schweden, Australien, Kanada, Russland und Alaska ausgetragen und die Weltmeisterschaft findet jährlich in Sobetsu, Hokkaido, statt.

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